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Basics der frühkindlichen Entwicklung – KITAnGO

Zunächst einmal, müssen wir uns die Frage stellen, was „Emotionen“ eigentlich sind!

Emotionen sind Gefühle die entstehen, in Verbindung mit verschiedenen Situationen, Anlässen und Erlebnissen. Sie sind deshalb so wichtig, weil sie unser Tun und Handeln steuern. Sie lassen uns Gefühle ausdrücken und leiten unser Denken. Auch soziale Interaktionen werden von Emotionen gelenkt. Aus diesen Gründen sollte man die emotionale Entwicklung des Kindes nicht unbeachtet lassen. Vielmehr soll sie aufmerksam wahrgenommen, verfolgt und unterstützt werden. Doch wann genau fängt die emotionale Entwicklung an?

 

Bereits vor der Geburt beginnt für ein Kleinkind die Auseinandersetzung mit Emotionen und Gefühlen.

Dies geschieht über den Mutterleib. Die Emotionen und Gefühle der Mutter werden zum Beispiel durch den Herzschlag, die Durchblutung und ihre Bewegung an das Ungeborene weiter gegeben. Mit der Zeit kommen Stimmen und andere Geräusche von Außen hinzu – die ersten Eindrücke (Basics) der emotionalen Entwicklung sind entstanden!

 

Nach der Geburt beginnt das Kleinkind sich mit den ersten Eindrücken aktiv auseinander zu setzen.

Diese Auseinandersetzung entsteht durch die Konfrontation mit der Umwelt und dem Umfeld des Kindes. Die vielen neuen Emotionen und Gefühle, die das Kleinkind dabei empfindet, werden sehr intensiv wahr genommen. Für uns Erwachsene fällt es oft sehr schwer, sich in das Kind hineinzuversetzen und die gleiche Empathie zu entwickeln. Deshalb ist es unsere Aufgabe, ja sogar Herausforderung, zu erfahren, wie die emotionale Entwicklung im frühen Kindesalter verläuft und wie wir unsere Kinder dabei begleiten und unterstützen können.

 

Für das Kind ist die Welt ein riesengroßer unentdeckter Spielplatz, voller Herausforderungen und Abenteuer.

Sie ist voller Farben und Gerüche und neuer Erfahrungen. Sie strahlt eine Dynamik aus, die das Kind dazu motiviert sich zu entwickeln und den eigenen Wissenshorizont zu erweitern.Aber sie birgt auch Bedrohungen, die das Kind verängstigen und demotivieren können. Die dem Kind den Glauben an sich nehmen können, sodass es innerlich verkümmert – und genau an diesem Punkt kommen wir Erwachsene ins Spiel, hier beginnt unsere Aufgabe!

 

Diese Aufgabe heißt: Halt und Schutz geben.

Wenn Kinder von ihrem Umfeld (insbesondere der Eltern) Selbstvertrauen vermittelt und vorgelebt bekommen, wird dadurch ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Erst der eigene Glaube an sich selbst gibt den Kindern den Mut, zu explorieren,weiter zu forschen und somit Neues zu erlernen.

 

Von großer Wichtigkeit ist auch die Eltern-Kind-Beziehung.

Wenn diese durch Liebe, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein geprägt ist, spricht man von einer sicheren Bindung. Eltern werden dann als Vorbilder gesehen. Vorbilder die sie in der Reflexion ihres eigenen Handelns unterstützen. Die helfen, Fehler zu erkennen und aus ihnen zu lernen. Und die loben, wenn das Kind aus Fehlern gelernt hat.

 

Buchtipp-KITAnGO

Simone Pfeiffer; „Sozial-emotionale Entwicklung fördern – Wie Kinder in Gemeinschaft stark werden“

 

Weitere interessante Artikel zum Thema „Kinder & Emotionen“:

Stufen der frühkindlichen Entwicklung – 1.- 3. Lebensjahr 

Stufen der frühkindlichen Entwicklung – 4.- 6.Lebensjahr

Die emotionale Entwicklung von Kindern fördern

Trotzphase: Ein Prozess der Persönlichkeitsbildung

Trotzphase: Kinder bewusst begleiten

 

Rezensionen zum Thema „Kinder & Emotionen“:

Trotzphase: Kleine Hefte als guter Ratgeber?

 

 

Foto: Flickr, Filipe Saraiva https://www.flickr.com/photos/filipesaraiva/ , CC BY-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

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