Infos, Interessantes

Ernährungsbewusste BeKi-Krippe: was „die Willys“ richtig machen – KITAnGO

Die Willys„: So heißt das element-i Kinderhaus für 20 Kinder zwischen null und drei Jahren im Stuttgarter Innenministerium in der Willy-Brandt-Straße. Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch zeichnete die Einrichtung, die sich 2014 erstmals von der Landesinitiative BeKi – Bewusste Kinderernährung zertifizieren ließ, jetzt erneut als ernährungsbewusste Kita aus.

 

„Was Hänschen und Lieschen lernen, verlernen Hans und Lisa nimmermehr“, wandelt Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, das bekannte Sprichwort ab. Essgewohnheiten, betont sie, festigen sich früh und prägen den späteren Lebensstil. Daher komme gesunder Ernährung und guter Ernährungsbildung in der frühen Kindheit eine herausragende Rolle zu. „Als ausgezeichnete BeKi-Einrichtung bieten ‚Die Willys‚ den Kindern dafür hervorragende Rahmenbedingungen“, sagt die Staatsekretärin, die staunt, wie gut sich die sehr jungen Kinder mit den Speisen, die vor ihnen auf dem Tisch stehen, auskennen.

 

Lecker: frisch zubereitetes Essen

Denn während die Erwachsenen die Rezertifizierung begehen, sitzen die kleinen Mädchen und Jungen in großer Runde beim Vesper. Auf dem Tisch stehen Brötchen, die sie am Vormittag mit ihrem Kita-Koch Günter Böckle selbst gebacken haben. Dazu gibt es Kräuterquark sowie Dips aus Avocado, Paprika und Tomate. „Bei uns kommt nichts aus Dose oder Packung. Unser Koch stellt alle Speisen aus frischen Zutaten selbst her. Das erleben die Kinder täglich mit“, sagt Kita-Teamleiterin Melanie Winkler. „Auf der Terrasse pflanzen wir Kräuter an, die die Kinder pflegen, ernten, in der Küche verarbeiten und schließlich essen.“

 

Kinder werden zu Ernährungsbotschaftern

„Das BeKi-Programm reicht über die Krippe und Kita hinaus bis in die Schulzeit hinein“, berichtet Friedlinde Gurr-Hirsch. „Mädchen und Jungen sind schließlich hervorragend informiert und oft regelrechte Ernährungsbotschafterinnen und -botschafter, die ein Bewusstsein für gesunde Ernährung in ihre Familien tragen.“ Das BeKi-Zertifikat existiere seit 2009, ergänzt Andrej Hänel, Referent im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Seither haben sich bereits 300 Kitas in Baden-Württemberg als BeKi-Einrichtungen zertifizieren lassen. „Wir haben die Fachkräfte in diesen Einrichtungen zum Thema Ernährung und Ernährungsbildung intensiv fortgebildet. Die Teams weisen anschließend in einer Dokumentation nach, wie sie Ernährungsbildung praktisch umsetzen. Bei einem Themen-Elternabend erhalten Mütter und Väter Informationen zur Initiative und zu guter Ernährung für Kinder“, erklärt die BeKi-Referentin Ursula Weinberger.

 

Eltern sind begeistert

Gabriel Antes, der seine 16 Monate alte Tochter Cora aus der Krippe abholt, sagt: „Der motivierte Koch und das frische Essen hier begeistern uns. Dass die Kinder die Mahlzeiten gemeinsam einnehmen, regt sie außerdem an, Dinge zu probieren, die sie zu Hause nicht essen würden“, ist er überzeugt. Auch bei den Kindern macht der besondere Tag Eindruck: „Fahne“, sagt ein kleiner Junge und weist seine Mutter auf die BeKi-Fahne hin, die den Essraum ziert.

 

Foto: Pressestelle „Konzept-e für Bildung und Soziales gGmbH“

About the author

Related Posts

Leave a Reply

Leave a Reply

Your email address will not be published.