Eltern, Schwangerschaft

Geschwisterchen unterwegs! – KITAnGO

Mama ist schwanger – und das nicht zum ersten Mal. Bei der zweiten Schwangerschaft stellen sich viele Eltern die Frage, wann und wie man das Erstgeborene am besten auf den neuen Zuwachs einstellt.

 

6 Tipps zur Heranführung an das Geschwisterchen:

Rechtzeitig einweihen

Kinder spüren sehr früh Veränderungen in der Familie. Damit sie nicht mit Trotz, Wut und Ärger reagieren, sollte man sie früh genug in die Schwangerschaft miteinbeziehen. Kinder ab 3 Jahren können schon ab dem 6. Monat eingeweiht werden. Dann sehen sie schon die ersten Veränderungen am Bauch und merken, dass darin etwas passiert. Kinder unter 3 Jahren haben kein richtiges Zeitgefühl. Daher reichen ein paar Wochen vor der Entbindung vollkommen aus, um das Kind auf das Geschwisterchen vorzubereiten.

(„Schau mal, Mamas bauch ist größer geworden, weißt du warum? Da ist ein kleines Baby drin. Das wohnt darin und kommt bald zu uns auf die Welt.“)

 

„Inhalt“ erklären

Dem werdenden Geschwisterchen erklären, das im Bauch ein Baby heranwächst. Vergleiche zu dem Kind selbst sind sehr hilfreich, damit es die Situation versteht.

(„Da wächst ein kleines Baby. Du warst auch mal ein kleines Baby und bist auch in dem diesem Bauch gewesen. Und jetzt bist du da raus und ein Kind. Das Baby wird auch raus kommen und wird dann auch zu einem Kind.“)

 

Puppe zum Üben

Eine Baby-Puppe kann sehr hilfreich sein. An ihr kann man dem Kind ein Bewusstsein für die Pflege und den Umgang mit dem zukünftigen Geschwisterchen vermitteln. So kann das Kind nach der Geburt besser nachvollziehen, was Mama und Papa mit dem Baby machen und weshalb. Zu beachten: dem Kind beim üben immer vermitteln, dass das echt Baby kein Spielzeug ist und deshalb Vorsicht geboten ist.

(„So wie wir auf Baby-Puppe aufgepasst haben, passen wir auch auf das Baby auf. Aber da muss man sehr vorsichtig sein. Ganz vorsichtig anfassen und leicht streicheln.“)

 

Vater einbeziehen

Wichtig ist, bereits vor der Geburt des Geschwisterchens gemeinsame Aktivitäten einzuführen. Da Mama sich intensiver um das Baby kümmern muss, sollten Papa und Kind gemeinsame Rituale haben. So kommt sich das Kind nach der Geburt nicht vernachlässigt vor und es entsteht keine Eifersucht gegenüber dem Baby.

(Rituale können sein: gemeinsames Anziehen oder Tisch decken, gemeinsames Kochen, abendliche Spielplatzbesuche, Kuschelzeit und Gutenachtgeschichte, etc.).

 

Zu viele Veränderungen

Wichtig ist, dass das Kind nicht mit zu vielen Veränderungen auf einmal konfrontiert wird. Das Kind braucht viel Zeit um die  Geburt des Geschwisterchens zu realisieren. Um sich auf die neue Situation einzustellen, sie zu verarbeiten und sich neu zu sortieren, benötigt das Kind einige Monate. Daher sollten unnötige Umstellungen und Veränderungen warten.

 

1 Tipp zum Schluss:

Bilderbücher sind ein sehr gutes Medium, um mit dem Kind ins Gespräch zu kommen. Hier sind folgende zu empfehlen:

 

Angela Weinhold; „Unser Baby“

Angela Weinhold; „Unser Baby“

 

Sabine Cuno; „Wir sind jetzt vier“

Sabine Cuno; „Wir sind jetzt vier“

 

Sabine Kraushaar, Sonja Fielder; „Mama, Papa ich, und du“

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Achim Börger; „Mama bekommt ein Baby“

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Geschwisterlichen kennenlernen

 

 

Foto: Pixabay

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