Studie: Viele Kinderzimmer sind nicht mit Rauchmeldern ausgestattet

(djd). In mehr als einem Drittel der Kinderzimmer in deutschen Eigenheimen fehlen Rauchmelder. Dies hat eine aktuelle, repräsentative Studie ergeben. Dabei sind Kinder im Brandfall besonders gefährdet. Ihre Fähigkeit zur Risikoeinschätzung und ihr Fluchtverhalten sind noch nicht richtig ausgeprägt, sodass sie auf die Rettung durch Eltern oder andere Personen angewiesen sind. Deshalb ist die Installation von Rauchmeldern im Kinderzimmer auch in allen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Einzige Ausnahme ist Sachsen. Dort gilt die Pflicht nur für Neu- und Umbauten.

 

Kinder besonders schützen

Die besondere Bedeutung eines zuverlässigen Brandschutzes im Kinderzimmer erklärt Frieder Kircher, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses für Brandschutzaufklärung und -erziehung vom Deutschen Feuerwehrverband e.V. und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.: „Kleine Kinder fliehen nicht vor einem Brand, sondern geraten in Panik und verstecken sich aus Angst vor dem Feuer im Schrank oder unter dem Bett. Frühestens ab einem Alter von etwa fünf Jahren können sie Gefahren richtig einschätzen und ihr Verhalten darauf abstimmen.“ Umso wichtiger sind deshalb Rauchmelder im Kinderzimmer. Diese schlagen im Brandfall rechtzeitig Alarm, sodass Eltern frühzeitig aufmerksam werden und zur Hilfe kommen können. Eine repräsentative Studie im Auftrag von Ei Electronics zeigt jedoch, dass nur 62 Prozent der Kinderzimmer in deutschen Eigenheimen mit Rauchmeldern ausgestattet sind. Für eine frühzeitige Warnung empfehlen Experten funkvernetzte Rauchmelder, die das Alarmsignal automatisch an alle anderen Geräte im Haushalt weitergeben. So werden Kinder und Eltern schnellstmöglich gewarnt, und nicht erst dann, wenn Rauch einen Melder in ihrer Nähe erreicht hat. Unter www.rauchmelder-sind-pflicht.de gibt es weitere Tipps, worauf bei der Auswahl eines Gerätes zu achten ist.

 

Hier eine kleine Auswahl, die sich in der Praxis sehr gut bewährt hat:

               

 

So schnell kann ein Brand entstehen

Die Nutzung von Elektrogeräten nimmt immer mehr zu, auch im Kinderzimmer. Damit steigt das Brandrisiko, denn Elektrizität war 2019 die Brandursache Nummer 1 in deutschen Haushalten, wie das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung ermittelt hat. Bei einem defekten Gerät oder einer Überlastung von Mehrfachsteckdosen kann es schnell zu einem Kurzschluss und zur Überhitzung kommen. Es reichen schon wenige Minuten, um ein Kinderzimmer in Brand zu setzen. Stofftiere etwa sind leicht entzündlich und stoßen darüber hinaus hochgiftigen Qualm aus wie auch Plastikspielzeug. Nur wenige Atemzüge in diesem Brandrauch können zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen.

 

Fazit

In mehr als einem Drittel der Kinderzimmer in Eigenheimen fehlen Rauchmelder. Dies zeigt eine repräsentative Studie, die im Auftrag vom Rauchmelder-Hersteller Ei Electronics durchgeführt wurde. Dabei sind gerade Kinder im Brandfall besonders gefährdet. Ihre Fähigkeit zur Risikoeinschätzung und ihr Fluchtverhalten sind noch nicht richtig ausgeprägt. Deshalb sind sie auf die Rettung durch Eltern oder andere Personen angewiesen. Experten empfehlen funkvernetzte Rauchmelder, die das Alarmsignal automatisch an alle anderen Geräte im Haushalt weitergeben. Auf diese Weise werden Kinder und Eltern schnellstmöglich gewarnt – und nicht erst dann, wenn Rauch einen Melder in ihrer Nähe erreicht hat. Unter www.rauchmelder-sind-pflicht.de gibt es Tipps, worauf beim Kauf der Geräte zu achten ist.

 

 

BU: Bei einem Brand reagieren Kinder häufig nicht mit Flucht, sondern verstecken sich zum Beispiel im Schrank. Deswegen ist es wichtig, dass die Eltern rechtzeitig alarmiert werden.
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