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Medienerziehung gestalten – KITAnGO

Für viele Eltern stellt sich schon sehr früh die Frage, welche Medien überhaupt geeignet sind für ihr Kind und ob sie diese nutzen dürfen oder sollen. In der heutigen Zeit werden Kinder in die Medienwelt „reingeboren“, werden im Kleinstkindalter mit ihnen konfrontiert. Sie greifen rasant auf und verstehen sehr schnell. Deshalb ist es wichtig, aufmerksam zu sein um ein Gespür für sein Kind und dessen medialen Interessen zu entwickeln.

 

8 Tipps für den Umgang mit Kindern und Medien:

• Lieblingssendungen vom Kind zeigen und erklären lassen, um sich für die Interessen und den aktuellen Medienkonsum des Kindes zu sensibilisieren.

• Bei Missfallen einer Sendung oder einem Programm das Kind miteinbeziehen und erklären, weshalb die Sendung nicht gefällt.

• Als Vorbild vorangehen, indem man dem Kind suggeriert, das Medienangebot kritisch zu betrachten und Medien nicht zu lange konsumiert.

• Ständig mit dem Kind im Austausch stehen und beobachten, ob es von Reizen überflutet wird oder sich selbst damit zu arrangieren weiß.

• Darauf achten, dass die Sendungen, Programme, Spiele und Internetseiten altersgerecht sind und das Kind zwischendurch auch eine Pause macht.

• Generell sollten in den Alltag Medienpausen eingerichtet werden, da das Kind sonst unnötig überreizt und dadurch gestresst wird.

• Filter und Sicherheitseinstellungen für das Internet sollten genutzt werden, um das Kind nicht mit Inhalten zu konfrontieren, die nicht kindgerecht sind.

• Bei Computerbildschirmen darauf achten, dass diese möglichst groß sind, über eine gute Bildqualität verfügen und augenschonend sind.

 

Norbert Neuss; „Kinder & Medien: Was Erwachsene wissen sollten“

 

Dieter Spanhel; „Medienerziehung: Erziehungs- und Bildungsaufgaben in der Mediengesellschaft“

 

Bitte beachten:

Fachleute empfehlen für 0-3 jährige Kinder keine Mediennutzung. Bei 3-6 jährigen werden täglich 30-45 Minuten empfohlen und bei Kindern im Alter von 6-10 Jahren sind es 45-60 Minuten. Diese Angaben sollen Eltern einen Orientierungsrahmen bieten. Grundsätzlich sollten Regeln mit dem Kind vereinbart werden. So suggeriert man dem Kind nicht nur, dass es ernst genommen und mit einbezogen wird, sondern dass es sich auch an die Vereinbarungen zu halten hat.

 

 

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Foto: Flickr, Texas A&M University https://www.flickr.com/photos/tamuc/ , CC BY 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

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