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Moderne Mütter sind oft überlastete Mütter – KITAnGO

Eine Kur kann helfen, Krankheiten vorzubeugen und neue Blickwinkel einzunehmen

(djd). Der Debatte über die Gleichstellung der Arbeit von Mann und Frau wird aktuell viel Raum gegeben. Doch Fakt ist: Die Tätigkeiten von Männern und Frauen sind nach wie vor ungleich verteilt. So ist unter anderem die Dauer der unbezahlten Arbeiten wie Kindererziehung und Hausarbeit bei Frauen deutlich höher. Das zeigt eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Gleichzeitig gibt das Statistische Bundesamt bekannt, dass die Quote der erwerbstätigen Frauen kontinuierlich steigt. Von dieser Doppelbelastung sind viele Frauen überfordert. Sie leiden unter Schlaf- und Essstörungen, Energielosigkeit oder stehen kurz vor einem Burn-out. Hilfe bietet in diesen Fällen eine Mutter-Kind-Kur. Vier wissenswerte Fakten zum Thema:

 

1. Das Rollenbild der Frau verändert sich zunehmend

In den 50er- und 60er-Jahren hatte die Frau die klassische Mutterrolle mit klar abgesteckten Aufgabenfeldern inne. An die Mutter von heute gelten höhere Anforderungen: Sie soll ihren Nachwuchs nicht nur erziehen und fördern. Sie will in beruflicher Hinsicht eine gleichgestellte Partnerin sein, darf aber Haushalt und das gesellschaftliche Engagement nicht vernachlässigen. Zudem soll sie sportlich aktiv sein und jederzeit gut aussehen. Dieser Stress macht auf Dauer krank.

 

2. Väter übernehmen nur kurz

Das Modell des männlichen Allein- oder Hauptverdieners ist weiterhin vorherrschend, zeigt die genannte OECD-Studie. Zwar steigt die Anzahl der Väter, die Elternzeit in Anspruch nehmen, jedoch geht diese selten über die üblichen zwei Partnermonate hinaus. Danach schleicht sich wieder der sehr traditionell geprägte Alltag ein.

 

3. Eine Mutter-Kind-Kur kann helfen

„Der erste Schritt für betroffene Frauen muss es jetzt sein, sich die Überforderung einzugestehen und rechtzeitig zu reduzieren. Hier kann eine Mutter-Kind-Kur ein Wendepunkt sein“, erklärt Nadine Espey, Vorstandsvorsitzende des Mutter-Kind-Hilfswerkes e.V. Therapien und Anwendungen, Gesprächskreise, Vorträge und Sport helfen dabei, eine Wende für Körper und Geist einzuleiten. „Wir erhalten durchweg positive Rückmeldung von den Müttern, die berichten, dass ihnen die Kur neue Wege aufgezeigt hat. Dass sie nun wissen, wie sie sich im Alltag Ruhezonen verschaffen und auch mal ‚Nein‘ sagen können“, resümiert Espey.

 

4. Hilfe bei der Antragsstellung

Die notwendigen Antragsformulare für eine Mutter-Kind-Kur erhält man bei der Krankenkasse oder einer Beratungsstelle. Unter www.mutter-kind-hilfswerk.de finden sich alle Informationen rund um die Kur und die notwendigen Unterlagen im Download. Übrigens: Auch Väter können eine Mutter/Vater & Kind-Kur beantragen.

 

Fazit

Mamas müssen heutzutage hohe Anforderungen erfüllen. Obwohl den Vätern Elternzeit zusteht, sind es meist die Frauen, die den Großteil der Kindererziehung übernehmen. Daneben gehen sie häufig einer bezahlten Arbeit nach und regeln die Familienorganisation. Das kann schnell zu Überbelastung führen – viele Mamas leiden unter Schlaf- und Essstörungen, Energielosigkeit oder stehen kurz vor einem Burn-out. Hilfe bietet eine Mutter-Kind-Kur, in der Krankheitsbilder wie Erschöpfungszustände, Rückenschmerzen, Gelenk- oder Atemwegsbeschwerden sowie Herz-/Kreislauf-Schwächen behandelt werden. Unter www.mutter-kind-hilfswerk.de gibt es kostenlose Hilfestellung bei der Beantragung.

 

 

BU: Mütter bürden sich selbst oft viele Aufgaben gleichzeitig auf. Das kann zu Überlastung führen.
Fotos: djd/Mutter Kind Hilfswerk e.V.

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