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Schlafbedarf im 2. & 3. Lebensjahr – KITAnGO

Für gewöhnlich schlafen Kleinkinder, im Gegensatz zu Säuglingen, ab dem ersten Lebensjahr nachts durch. Vorbei ist die Zeit, in der Mama oder Papa 3 – 4 Mal mitten in der Nacht aus dem Bett gequält werden. Jedoch kann man solche Aussagen nicht pauschal bei jedem Kind tätigen.
Der Schlaf eines Kindes hängt immer von dessen Schlafgewohnheiten ab – die positiv aber auch negativ sein können.

 

Negative Schlafgewohnheiten

Man spricht von negativen Gewohnheiten, wenn das Kind keinen Mittagsschlaf halten will, abends lange aufbleiben möchte und nachts nicht ins Bett zu bekommen ist. Eltern denken oft, dass das Kind den Schlaf nicht mehr benötigt. Das ist jedoch eine falsche Annahme, denn in diesen Fällen ist das Kind meist übermüdet!

 

Positive Schlafgewohnheiten

Zu den positiven Gewohnheiten zählen eine angemessene und festgelegte Schlafenszeit, tägliche Routine (z.B. Rituale wie Pyjama anziehen, Bilderbuch angucken und Gutenachtlied) und das ignorieren von Verzögerungstaktiken. Eltern müssen konsequent die positiven Gewohnheiten umsetzen, auch wenn es manchmal viel Mühe bedeutet.

 

Je älter das Kind wird, desto weniger Schlaf braucht es. Mit der Zeit wird es von sich aus keinen Mittagsschlaf mehr benötigen. Der Grund dafür ist, dass das Kind sich seinen kompletten Bedarf aus dem Nachtschlaf holt. Meistens bleibt deshalb ein langer Nachtschlaf, von ca. 11 Stunden pro Nacht, bis zum Schulalter erhalten.

 

Richtwerte für den Schlafbedarf des Kleinkindes:

  • 1 – 2 Jahre: insgesamt – 13 Stunden
    nachts – 11 Stunden (= 1 x 11 Stunden)
    tagsüber – 2 Stunden (= 1 x 2 Stunden)

 

  • 2 – 3 Jahre: insgesamt – 12,5 Stunden
    nachts – 11 Stunden (= 1 x 11 Stunden)
    tagsüber – 1,5 Stunden (= 1 x 1,5 Stunden)

 

  • ab 3 Jahre: insgesamt – 12 Stunden
    nachts – 11 Stunden (= 1 x 11 Stunden)
    tagsüber – 1 Stunden (= 1 x 1 Stunde)

 

Die genannten Richtwerte bieten nur eine grobe Orientierung. Sie unterscheiden sich von Kleinkind zu Kleinkind. So kann es sein, dass das eine Kleinkind mehr oder weniger Schlaf braucht als ein anderes. Deshalb gilt: Bitte nicht beunruhigen lassen!

 

Annette Kast-Zahn, Hartmut Morgenroth; „Jedes Kind kann schlafen lernen“

 

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Babys Schlaf im 1. Lebensjahr

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7 Tipps für einen gesunden Schlaf

 

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Foto: photo credit: So good while sleeping via photopin (license)

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