0 - 3 Jahre, Bewegung, Entwicklung, Kinder

Step by Step: Kinder beim Laufen lernen unterstützten – KITAnGO

Im ersten Lebensjahr entwickeln Babys sich rasant. Nach dem Strampeln wird zuerst das Drehen, dann das Sitzen und anschließend das Krabbeln fleißig geübt. Doch sobald diese Bewegungsabläufe zur Routine geworden sind und keine Herausforderungen mehr da stellen, wird es Zeit für neue Entwicklungsschritte: dem Laufen!

 

Aller Anfang ist schwer

Ab dem ca. 8. Monat fangen Babys mit dem Hochziehen an verschiedenen Gegenständen an. Geschicklichkeit, Balance, Motorik und Muskulatur sind hier gefragt. Gelingt zunehmend das freihändige Stehen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Schritte folgen. In den meisten Fällen benötigen die kleinen Entdecker jedoch erst eine helfende Hand, die als Stütze zum ausbalancieren dient. Alternativ sind sogenannte „Babywalker“ eine gute Lauflernhilfe.

 

Schritt für Schritt

Ab dem ca. 12. Monat sind viele Kinder für die ersten selbstständigen Schritte soweit. Oft noch wackelig und unsicher wird ein Fuß vor den nächsten gesetzt. Hinfallen gehört nach wenigen Schritten dazu, genauso wie das Wiederaufstehen. Die intrinsische Motivation der Kinder beflügelt sie dazu, sich aufzurappeln und die Herausforderung des Laufens erneut auf sich zu nehmen. Je mehr sich das Kind darin übt, desto sicherer und schneller werden die Schritte. Sinnvolle und Spaßige Anreize für das Laufen sind „Stabroller“, die speziell für die Motivation und den spielerischen Lernerfolg konzipiert worden sind.

 

Laufen wie die Großen

Ab dem ca. 16. Monat ist das freihändige Laufen bereits so sicher, dass Kinder mit dem Treppensteigen beginnen. Das klappt jedoch nur mit Hilfe eines Treppengeländers oder einer Hand. Sind die Bewegungsabläufe verinnerlicht und die Motorik vorangeschritten, sind „Lauflernräder“ eine optimale Herausforderung für die zusätzliche Förderung von Körperbewusstsein, Balance und Ausdauer.

 

7 Tipps zur aktiven Lauflern-Unterstützung

  • Bewegungsfreiheit durch Krabbeldecken statt Babywippen schaffen
  • das Kind nicht zu früh animieren, da erst die Muskulatur genug ausgebildet sein muss
  • vor das Kind stellen und es mit ausgestreckten Armen zum Laufen ermutigen
  • die Umgebung sicher gestalten, sodass beim Stürzen keine Verletzungen entstehen
  • bei Stürzen das Kind immer wieder durch positives Zureden ermutigen
  • weitestgehend auf Schuhe verzichten, solange das Laufen noch unsicher wirkt
  • kleine Zwischenstopps für Ruhepausen in der Wohnung einrichten

 

Rollerstab

 

Die Altersangaben sind lediglich ein Richtmaß und keine Vorgaben, da die Entwicklungsunterscheide immer abweichen. Wichtig ist, dass Eltern weder ihren Kindern noch sich selbst Druck machen. Gezieltes „Lauftraining“ und andere Methoden sollten daher nicht angewendet werden, da sie die natürliche Entwicklung nicht fördern, sondern diese eher negativ beeinflussen. Bei Fragen zu eventuellen Entwicklungsverzögerungen sollte daher immer ein Fachmann hinzugezogen werden!

 

 

Foto: Pixabay.de

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