0 - 3 Jahre, Bildung, Entwicklung

Stufen der frühkindlichen Entwicklung – 1. bis 3. Lebensjahr – KITAnGO

1. Lebensjahr:

In den ersten drei Monaten lernt ein Kind Emotionen wie Interesse, Angst, Ärger, Freude, Traurigkeit kennen und durch Nachahmung auszudrücken. Das Kind beginnt, diese nachzuempfinden und als positiv oder negativ einzustufen. Ab dem dritten Lebensmonat beginnt das Kind bewusst seine Freude durch Lachen und seine Angst durch Weinen auszudrücken. Es entwickelt eine Emotionsregulation, die dem Kind ermöglicht, mit den eigenen Emotionen, aber auch den Emotionen anderer umzugehen. Aus diesem Prozess bildet sich die Empathiefähigkeit des Kindes aus. Im ersten Lebensjahr kann das Kind noch nicht zwischen fremden und eigenen Gefühlen unterscheiden, da der Wissenserwerb über Emotionen in diesem alter noch nicht ausreichend genug ist. Menschen können noch nicht in Zusammenhang mit Umständen und Emotionen gebracht werden.

 

2. Lebensjahr:

Mit zunehmendem Alter lernt das Kind zu sprechen. Die erlernte Sprache erweitert den Emotionsausdruck. Das Kind ist nun nicht mehr auf seine Mimik und Gestik beschränkt, sondern kann sich auch durch Laute und später auch Worte ausdrücken. Auch die Emotionsregulation prägt sich zunehmend aus. Das Kind benötigt nicht mehr zwingend eine Bezugsperson, die sie beispielsweise in den Arm nimmt, um sie zu trösten, sondern es entwickelt eine eigene Beruhigungsstrategie. Auch die Empathiefähigkeit entwickelt sich weiter. Das Kind kann nun zwischen fremden und eigenen Gefühlen unterscheiden und auf die Gefühle anderer reagieren. Teilweise ist sogar das Hineinversetzen in die Mitmenschen möglich.

 

3. Lebensjahr:

Das Kind hat in der Zwischenzeit gelernt, emotionalen Ausdruck von emotionalem Erleben zu unterscheiden. Es weiß, dass Mimik nicht zwangsläufig auch das Empfinden ist, sondern dass dies auch manipuliert und vorgetäuscht werden kann. Außerdem hat sich das Emotionsverständnis entwickelt. Das Kind versteht, dass gleiche Emotionen durch verschiedene Situationen ausgelöst werden können und das diese von den individuellen Erfahrungen, Persönlichkeiten und Empfindungen der Menschen abhängen. Es hat gelernt, die Perspektiven der Mitmenschen zu übernehmen und teilweise Mitgefühl zu empfinden.

 

 

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Foto: Flickr, Thomas Kohler https://www.flickr.com/photos/mecklenburg/ , CC BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

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